Treppe — Schritt für Schritt nach oben
Hans Siem Groth

Prozesse sichtbar machen, Daten konsolidieren, Werkzeuge bauen. Für Organisationen, die aus dem Improvisieren herauswachsen wollen.

In wachsenden oder sich wandelnden Organisationen laufen interne Strukturen dem Geschäft oft hinterher, sei es bei Prozessen, Werkzeugen, Datenhaushalt oder Entscheidungsgrundlagen. Das funktioniert solange, bis es nicht mehr funktioniert.

Ich arbeite in dieser Phase als jemand mit, der das Fehlende baut, damit das Unternehmen auf eigener Grundlage weiterarbeiten kann.

Was ich mache

Unübersichtliches übersichtlich machen

Ich arbeite intern an Stellen, an denen eine Organisation bemerkt, dass etwas fehlt, aber nicht genau sagen kann, was das konkret ist. Meistens geht es darum, Unübersichtliches übersichtlich zu machen: Abläufe durchzugehen und in eine Form zu bringen, in der sie sich besprechen und verändern lassen. Daten aus verschiedenen Quellen so zusammenzuführen, dass man sie zur Grundlage von Entscheidungen machen kann. Werkzeuge zu bauen – Tabellen, kleine oder große Anwendungen, interne Systeme – die genau das tun, was die Arbeit vor Ort tatsächlich braucht. Was früher wochenlange Softwareentwicklung bedeutet hätte, ist heute oft in Tagen machbar; das verschiebt den Schwerpunkt von der technischen Umsetzung zur sauberen Problemerfassung.

Das ist keine Beratung im klassischen Sinne. Ich empfehle nicht, ich baue. Am Ende einer Zusammenarbeit steht etwas, das funktioniert und weiterläuft, auch wenn ich nicht mehr da bin.

In welcher Form

Projekt, Mandat oder Anstellung

Das kann unterschiedlich aussehen. Ein kleineres Einzelprojekt, bei dem ein Werkzeug gebaut oder ein Prozess durchgearbeitet werden soll. Ein befristetes Mandat von einigen Monaten, in dem ein konkretes Thema geordnet wird. Oder eine Festanstellung mit Gestaltungsraum, wenn eine Organisation jemanden längerfristig für diese Art Arbeit sucht. Was passt, entscheidet sich im Gespräch.

Woher ich komme

Stationen

Angefangen habe ich im Handel – Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem mittelständischen Spirituosenhersteller, parallel ein duales BWL-Studium. Dort habe ich gelernt, wie ein Betrieb von innen funktioniert, und angefangen, Excel-Werkzeuge für Kollegen zu bauen.

Danach Jura an der Bucerius Law School, beide Staatsexamen, Referendariat am OLG Hamburg. Ich praktiziere nicht als Jurist, aber die juristische Denkweise – Sachverhalt sauber ermitteln, Begriffe präzise fassen, Argumente strukturieren – prägt bis heute, wie ich arbeite.

Zehn Jahre lang war ich dann Geschäftsführer der Swiss Academic Software GmbH, einem Schweizer Softwareunternehmen für wissenschaftliches Arbeiten. Produktentwicklung, Organisation, ein internationales Nutzerumfeld, am Ende die Führung der Verkaufsgespräche und die Übergabe an einen US-Investor.

2023 habe ich mitgegründet: MPG Solar, ein Handwerksbetrieb für Photovoltaik und Wärmepumpen. Ab in die unmittelbare operative Arbeit – auf dem Dach, auf der Baustelle, im Büro. Interne Werkzeuge für Zeiterfassung und Dokumentation habe ich selbst gebaut. MPG Solar ist inzwischen verkauft.

Hinter diesen Stationen stand kein Plan. Ich habe jeweils gemacht, was mich interessiert hat und was mir Spaß gebracht hat. Das ist bis heute so.

Wofür, wofür nicht

Gute und weniger gute Passung

Gut funktioniere ich in operativen Organisationen, in denen Arbeit konkrete Folgen hat: im Mittelstand, im Handwerk, bei technischen Dienstleistern, bei Bildungsträgern. In Phasen, in denen etwas im Umbruch ist – Wachstum, Übergabe, Restrukturierung – und jemand gebraucht wird, der Klarheit schafft und baut.

Weniger gut funktioniere ich dort, wo Präsenz wichtiger ist als Ergebnis, wo Argumente nach Zugehörigkeit bewertet werden, oder wo erwartet wird, dass ich Teams durch Motivation und Beziehungsarbeit führe. Ich bin kein klassischer Manager und kein Moderator. Meine Wirkung entsteht durch sachliche Klärung und tragfähige Lösungen und nicht durch Überzeugen oder Präsenz. Das ist keine Frage der Fähigkeit, sondern der Rolle: Mit Menschen zu arbeiten, gehört selbstverständlich dazu, aber es ist nicht das, wofür man mich am besten einsetzt.

Kontakt

Wenn etwas passt, schreiben Sie mir gern

Wenn etwas von dem, was hier steht, zu Ihrer Situation passt, schreiben Sie mir gern. Ein kurzer Anriss Ihrer Situation genügt für den Anfang.